Werk

In vielen seiner Bilder beschäftigt sich Norbert Gramer mit der Einschränkung, dem Verschwinden und der Zerstörung der natürlichen Lebensräume unterschiedlichster Tierarten. In diesen Prozess ist besonders der Mensch als Verursacher und mittlerweile als selbst Betroffener eingebunden. Nicht nur schränkt er seinen eigenen und den natürlichen Lebensraum anderer Lebewesen durch Verstädterung, Landgewinnung und Verschmutzung ein, sondern sein geistiger engt sich parallel dazu in einem selbstverschuldeten Prozess ein, indem er sich den politischen, religiösen und medialen Zwängen ergibt.

Beide Formen der Einengung, die der natürlichen Lebensräume anderer Lebewesen und die geistige des Menschen, stellt Norbert Gramer mit verschiedenen Maltechniken dar, wobei Überschneidungen möglich und gewollt sind:

Die Aquarelle und Zeichnungen erfassen verschiedene Themen aus dem Bereich der Umweltzerstörung: Neben der allen Bildern gemeinsamen Thematisierung der Verringerung der Lebensräume nicht nur der bedrohten Tierarten, werden die Überbevölkerung, die sinnlose Jagd auf Wale sowie deren Vermarktung in Fun-Parks, Übertechnisierung und Vereinnahmung aller natürlichen Landschaften zum Zwecke der Nutzbarmachung, Ausbeutung der Ressourcen und Profitmaximierung behandelt.
Bewusst werden teilweise die Passepartouts in die Gestaltung der Bilder einbezogen, um die verheerenden Ausmaße, das Umfassende, Übergreifende der Umweltzerstörungen, die keine Grenzen kennen, darzustellen.

In der Ölmalerei spiegelt sich der Versuch wider, die Irrealität und Zergliederung der Wirklichkeit aufzuzeigen. Sie bedient sich dabei zwar teilweise einer an René Magritte, Salvador Dalí und Max Ernst angelehnten surrealen Malweise und Darstellungsmöglichkeit, bildet aber nicht nur traumhafte innerpsychische Vorgänge ab, sondern greift konkrete religiöse, gesellschaftspolitische und philosophische Themen auf und löst sich damit – letztlich auch in der Gestaltungsform – von ihren surrealistischen Vorbildern. Besonders die Bilderserie Epsilons zeigt in Anlehnung an Aldous Huxleys Roman Brave New World, in dem die Epsilons die niedrigste Kaste bilden, bewusst gezüchtet, um die niedrigsten Arbeiten zu verrichten, dass die Menschen sich zu unfreien, unmündigen, ohnmächtigen, vollkommen von der Willkür der Mächtigen abhängigen Spielpuppen entwickelt haben.
Die Art und Weise, wie wir alle mit unserer Umwelt, uns selbst und unserem Gegenüber umgehen, ist nicht in erster Linie eine Frage der Politik, sondern eine Aufgabe für jeden einzelnen von uns.
Kunst kann dazu beitragen, Wegbereiterin zu einem veränderten Bewusstsein gegenüber der Natur zu sein, indem sie von der Tagesaktualität abstrahiert, Zorn erweckt und Mitleid mit der betroffenen Kreatur erregt. Dies gelingt jedoch nur, wenn wir unsere Vereinzelung und das Denken in Profit- und Nutzenkategorien aufgeben und die Verbindungen und gemeinsamen Wurzeln mit der natürlichen Umwelt erkennen und akzeptieren.

Mitglied bei Artists for Conservation.

Ein Teil des Verkaufserlöses für Ölgemälde und Aquarelle geht an ein spezielles Projekt einer Umweltschutzorganisation (z. B. Kampagne gegen den Walfang von Greenpeace; Tigerschutzprogramm des WWF; Puffin-Projekt der Audubon-Society; PETA).

Drucke und mehr:

Einige Werke sind in limitierter Auflage als Giclée-Drucke erhältlich.
Dabei handelt es sich um ungerahmte, aber mit Passepartouts versehene Ausschnitte in den Größen 10 x 10 cm [20 x 20] oder 16 x 16 cm [30 x 30]. Andere Größen sind auf Anfrage bis zu einer Größe von etwa 29 x 42 cm möglich.
Gedruckt wird mit lange Zeit lichtbeständigen Tinten auf hochwertiges Canson Arches Fine Art Papier (240 g), auf Canson Arches Velin Museum Rag (315 g) oder vergleichbare Papiersorten.
Lesezeichen und Postkarten werden auf schwere Fotopapiere oder Aquarellpapiere gedruckt.

www.loon-art.de

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